Risikosteuerung
Ist ein Risiko erkannt und bewertet, obliegt es der Führungskraft, zu entscheiden, ob und wenn in welcher Weise diese Risiken gemanagt werden sollen. Der Begriff Risikomanagement geht also über den Begriff der Risikoanalysehinaus und umfasst neben den Maßnahmen der Identifikation und Bewertung, auch solche der Steuerung von Risiken.  

 

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Der Erfolg einer Steuerungsmaßnahme hängt davon ab, wie weit hierdurch die Eintrittswahrscheinlichkeit oder die Auswirkung auf das angestrebte Ziel reduziert wird. Reduziert sich die Eintrittswahrscheinlichkeit oder die Auswirkung auf null spricht man von Risikovermeidung, ansonsten von Risikoreduzierung. Manche Risiken lassen sich auch auf andere Akteure abwälzen (etwa finanzielle Risiken auf Versicherungen), was mit dem Begriff Risikotransfer umschrieben wird. Die letzte - aber mindestens genauso bedeutsame - Steuerungsmaßnahme liegt in der Akzeptanz eines Risikos. Sind der verantwortlichen Führungskraft das Risiko und dessen Bewertung bekannt, liegt es grundsätzlich in ihrem Ermessen, das Risiko zu akzeptieren und auf andere Steuerungsmaßnahmen zu verzichten. Grenzen findet dieses Ermessen aber dann, wenn sich das Verhalten als fahrlässig darstellen würde.